11 Min.Wasser Wissen

    Leitungswasser filtern: Ist es sinnvoll und welche Methode ist die beste?

    Sollte man Leitungswasser filtern? Wir erklären, wann Filtern sinnvoll ist, welche Schadstoffe im Wasser sein können und welche Filtermethode für Ihre Situation am besten geeignet ist.

    Wassertropfen auf Oberfläche - Symbol für reines gefiltertes Wasser
    Wassertropfen auf Oberfläche - Symbol für reines gefiltertes Wasser

    Ist Leitungswasser in Deutschland sicher?

    Die kurze Antwort: Ja. Deutsches Leitungswasser gehört zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln überhaupt. Die Trinkwasserverordnung setzt strenge Grenzwerte für über 50 Parameter.

    Aber: "Sicher" bedeutet nicht automatisch "optimal". Es gibt gute Gründe, warum viele Menschen ihr Leitungswasser filtern.


    Warum Leitungswasser filtern? 5 gute Gründe

    1. Alte Wasserleitungen im Haus

    Die Kontrolle endet am Hausanschluss. Innerhalb des Gebäudes können sich befinden:

    • Blei (alte Leitungen vor 1973)
    • Kupfer (bei kupfernen Leitungen und saurem Wasser)
    • Bakterien (bei Stagnation)

    2. Chlor und Chlornebenprodukte

    Zur Desinfektion wird manchmal Chlor eingesetzt:

    • Beeinträchtigt den Geschmack
    • Kann zu Trihalomethanen reagieren
    • Besonders in manchen Regionen stärker eingesetzt

    3. Spurenstoffe unter den Grenzwerten

    Einige Substanzen sind in geringen Mengen erlaubt:

    • Medikamentenrückstände
    • Hormonreste
    • Pestizide
    • Mikroplastik (noch keine Grenzwerte)

    4. Regionale Wasserqualität

    Je nach Region unterschiedliche Belastungen:

    • Nitrat aus der Landwirtschaft
    • Kalk (hartes Wasser)
    • Uran in manchen Regionen

    5. Geschmack und Bekömmlichkeit

    Viele Menschen empfinden gefiltertes Wasser als:

    • Besser schmeckend
    • Weicher
    • Bekömmlicher

    Was kann im Leitungswasser sein?

    SubstanzGrenzwertMögliche Quelle
    Blei10 µg/lAlte Leitungen
    Kupfer2 mg/lKupferrohre
    Nitrat50 mg/lLandwirtschaft
    Chlor0,3 mg/lDesinfektion
    Pestizide0,1 µg/l je StoffLandwirtschaft
    MedikamenteKeine GrenzwerteAbwasser
    MikroplastikKeine GrenzwerteUmwelt

    Welche Filtermethoden gibt es?

    1. Aktivkohlefilter (Tischwasserfilter)

    Entfernt:

    • Chlor (sehr gut)
    • Organische Verbindungen
    • Einige Pestizide
    • Geschmacks- und Geruchsstoffe

    Entfernt NICHT:

    • Schwermetalle
    • Nitrat
    • Bakterien
    • Kalk

    Empfehlung: Gut für Geschmacksverbesserung und Chlorentfernung


    2. Umkehrosmose

    Entfernt:

    • 95-99% aller gelösten Stoffe
    • Schwermetalle
    • Bakterien
    • Medikamentenrückstände

    Entfernt AUCH:

    • Mineralien (nicht ideal!)
    • Spurenelemente

    Nachteile:

    • Wasserverbrauch (1:3 bis 1:5)
    • Wasser schmeckt "leer"
    • Keine Mineralien

    Empfehlung: Nur bei stark belastetem Wasser, dann mit Remineralisierung


    3. Wasserionisierer

    Entfernt:

    • Chlor
    • Schwermetalle (je nach Filtermodul)
    • Organische Verunreinigungen

    Zusätzliche Vorteile:

    • Basisches Wasser (pH 8-10)
    • Molekularer Wasserstoff
    • Mineralien bleiben erhalten
    • Antioxidative Wirkung

    Empfehlung: Beste Wahl für Gesundheitsbewusste, die mehr als nur Filtration wollen


    4. UV-Desinfektion

    Entfernt:

    • Bakterien
    • Viren
    • Parasiten

    Entfernt NICHT:

    • Chemische Verunreinigungen
    • Schwermetalle

    Empfehlung: Ideal für Brunnenwasser oder Kombination mit anderen Filtern


    Entscheidungshilfe: Welcher Filter für deine Situation?

    Situation 1: Neubau/Moderne Leitungen

    • Wasserqualität meist gut
    • Empfehlung: Aktivkohlefilter oder Wasserionisierer für Mehrwert

    Situation 2: Altbau mit alten Leitungen

    • Blei- und Kupferrisiko
    • Empfehlung: Wassertest + geeigneter Filter (Aktivkohle+Ionentauscher oder Osmose)

    Situation 3: Landwirtschaftliche Region

    • Nitrat- und Pestizidrisiko
    • Empfehlung: Wassertest + Umkehrosmose oder Ionisierer mit speziellem Filter

    Situation 4: Chlorhaltiges Wasser

    • Geschmacksproblem
    • Empfehlung: Aktivkohlefilter oder Wasserionisierer

    Situation 5: Gesundheit & Prävention

    • Optimale Wasserqualität gewünscht
    • Empfehlung: Wasserionisierer für basisches, wasserstoffreiches Wasser

    Schritt für Schritt: So findest du die richtige Lösung

    Schritt 1: Wasserqualität prüfen

    • Wasserwerk-Analyse anfordern (kostenlos)
    • Eigene Analyse für Hausleitungen

    Schritt 2: Bedürfnisse definieren

    • Nur Geschmack verbessern?
    • Schadstoffe entfernen?
    • Gesundheitliche Vorteile?

    Schritt 3: Budget festlegen

    • Kurzfristig günstig = höhere Folgekosten
    • Langfristig gedacht = geringere Gesamtkosten

    Schritt 4: Entscheidung treffen

    Basierend auf Analyse, Bedürfnissen und Budget den passenden Filter wählen.


    Warum ein Wasserionisierer die beste Wahl sein kann

    Ein Aquion Wasserionisierer bietet mehr als nur Filtration:

    1. Hochwertige Filtration: Entfernt Chlor, Schwermetalle und Verunreinigungen
    2. Basisches Wasser: Unterstützt den Säure-Basen-Haushalt
    3. Molekularer Wasserstoff: Natürliches Antioxidans
    4. Mineralien erhalten: Anders als bei Osmose
    5. Langlebigkeit: 15 Jahre Garantie
    6. Geringe Folgekosten

    Fazit: Die Investition rechnet sich langfristig – für deinen Geldbeutel und deine Gesundheit.


    Häufig gestellte Fragen

    Kann man Leitungswasser ohne Filter trinken?

    Ja, deutsches Leitungswasser ist sicher. Filter verbessern jedoch oft Geschmack und können zusätzliche Schadstoffe entfernen.

    Wie oft muss ich den Filter wechseln?

    Je nach Filtertyp:

    • Aktivkohle: alle 4-8 Wochen
    • Ionisierer: alle 6-12 Monate
    • Osmose-Membran: alle 1-2 Jahre

    Lohnt sich ein Wasserionisierer?

    Bei regelmäßiger Nutzung über Jahre: Ja. Gerechnet auf 10-15 Jahre Lebensdauer sind die Kosten pro Liter sehr gering, und der Gesundheitsmehrwert ist unbezahlbar.


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    Susanne Meisel - Aquion Beraterin

    Susanne Meisel

    Aquion Wasserexpertin & Beraterin

    Seit 2019 begleite ich Menschen auf ihrem Weg zu besserem Trinkwasser. Als zertifizierte Aquion Beraterin in Düsseldorf teile ich mein Wissen über Wasserionisierer und die Vorteile von wasserstoffreichem Wasser.

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