PFAS Grenzwerte 2026 und 2028: Was die neuen EU-Regeln für dein Trinkwasser bedeuten
Die EU verschärft die PFAS-Grenzwerte drastisch. Ab 2026 gilt 100 ng/l, ab 2028 nur noch 4 ng/l. Erfahre, was das für dein Trinkwasser bedeutet und wie du dich vorbereiten kannst.

Die neuen PFAS-Grenzwerte im Überblick
Die EU hat mit der überarbeiteten Trinkwasserrichtlinie (EU) 2020/2184 erstmals verbindliche Grenzwerte für PFAS eingeführt. Diese werden in zwei Stufen verschärft:
| Datum | Grenzwert | Was wird gemessen |
|---|---|---|
| 12. Januar 2026 | 100 ng/l | PFAS-20 (Summe von 20 Stoffen) |
| 12. Januar 2028 | 20 ng/l | PFAS-4 (Summe von 4 Hauptstoffen) |
Was bedeutet PFAS-20 und PFAS-4?
PFAS-20 (ab Januar 2026)
Die Summe von 20 definierten PFAS-Einzelstoffen:
- PFOA, PFOS, PFNA, PFDA
- PFHxA, PFHxS, PFHpA
- Weitere 13 Verbindungen
Grenzwert: 100 ng/l (Nanogramm pro Liter)
PFAS-4 (ab Januar 2028)
Die Summe der 4 wichtigsten PFAS:
- PFOA (Perfluoroctansäure)
- PFOS (Perfluoroctansulfonsäure)
- PFNA (Perfluornonansäure)
- PFHxS (Perfluorhexansulfonsäure)
Grenzwert: 20 ng/l
Diese vier PFAS tragen laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ca. 90% der Gesamt-Körperlast des Menschen und sind daher besonders relevant.
Warum werden die Grenzwerte verschärft?
Wissenschaftliche Erkenntnisse
- Krebsrisiko: Selbst geringe Mengen können das Risiko erhöhen
- Hormonstörungen: PFAS wirken als endokrine Disruptoren
- Immunsystem: Impfwirkungen können beeinträchtigt werden
- Bioakkumulation: PFAS reichern sich im Körper an
Politischer Hintergrund
- Immer mehr Studien zeigen Gesundheitsschäden
- Öffentliches Bewusstsein wächst ("Forever Chemicals")
- EU-Kommission reagiert auf wissenschaftliche Evidenz
Was bedeutet das für deutsche Wasserversorger?
Aktuelle Situation
Stellenweise liegen die gemessenen Werte über den neuen Grenzwerten. Für Versorger und Kommunen könnten technische und finanzielle Vorkehrungen erforderlich werden.
Gute Nachricht: Laut BUND-Untersuchungen werden die künftigen Grenzwerte in nahezu allen untersuchten Fällen bereits eingehalten.
Notwendige Maßnahmen
-
Ausbau der Filterkapazitäten
- Aktivkohle-Anlagen erweitern
- Ionenaustauscherverfahren einführen
-
Neue Wasserquellen erschließen
- Weniger belastete Brunnen nutzen
- Mischung optimieren
-
Investitionen in Aufbereitungstechnik
Folgen für Verbraucher
- Steigende Wasserpreise sind möglich
- Übergangsregelungen bei temporären Überschreitungen
- Transparenzpflicht der Versorger
Was kannst du als Verbraucher tun?
Kurzfristig (bis 2026)
- Informiere dich über deine lokale Wasserqualität
- Fordere Transparenz von deinem Wasserversorger
- Erwäge einen Wasserfilter für zusätzliche Sicherheit
Mittelfristig (2026-2028)
- Beobachte die Entwicklung in deiner Region
- Vergleiche Filteroptionen
- Nutze Testangebote (wie unsere 14-Tage-Tests)
Langfristig (ab 2028)
- Investiere in dauerhafte Lösungen
- Wasserionisierer bieten langfristigen Schutz
- Rechne mit möglichen Preisanpassungen beim Trinkwasser
TFA: Ein Sonderthema
Was ist TFA?
Trifluoressigsäure (TFA) ist die kürzeste PFAS-Verbindung. Sie entsteht:
- Beim Abbau anderer PFAS
- Aus Pestiziden und Kältemitteln
- In der Atmosphäre
Warum TFA besonders ist
- Extrem mobil im Wasser
- Sehr schwer zu filtern
- Aktuell keine separaten Grenzwerte
- Konzentrationen steigen kontinuierlich
Wichtig: TFA ist aktuell NICHT in den PFAS-4 oder PFAS-20 Grenzwerten enthalten!
Wie ein Wasserionisierer helfen kann
Vorteile für die PFAS-Filtration:
- Mehrstufige Filtration: Mehrere Barrieren gegen Schadstoffe
- Hochwertige Aktivkohle: Speziell für Schadstoffreduzierung geeignet
- Unabhängigkeit: Du bist nicht von Wasserversorger-Problemen betroffen
Zusätzliche Vorteile:
- Basisches, wasserstoffreiches Wasser
- Mineralien bleiben erhalten
- Langlebig und zuverlässig
Timeline: Was kommt wann?
2025-2026
- Wasserversorger bereiten sich vor
- Filteranlagen werden ausgebaut
- Verbraucherinformation verstärkt
12. Januar 2026
- PFAS-20 Grenzwert 100 ng/l tritt in Kraft
- Die meisten Versorger können einhalten
2026-2027
- Weitere Investitionen in Infrastruktur
- Mehr Verbraucher setzen auf eigene Filter
12. Januar 2028
- PFAS-4 Grenzwert 20 ng/l tritt in Kraft
- Herausforderung für einige Regionen
Fazit: Informiert bleiben lohnt sich
Die neuen PFAS-Grenzwerte sind ein wichtiger Schritt für saubereres Trinkwasser. Die gute Nachricht: Die meisten deutschen Wasserversorger erfüllen die Grenzwerte bereits. Trotzdem kann private Vorsorge sinnvoll sein.
Meine Empfehlungen:
- Bleib informiert über deine lokale Wasserqualität
- Fordere Transparenz von deinem Versorger
- Erwäge einen hochwertigen Wasserfilter für zusätzliche Sicherheit
- Nutze gerne unsere kostenlose Beratung
FAQ: PFAS-Grenzwerte
Muss mein Wasser ab 2026 PFAS-frei sein?
Nein, der Grenzwert liegt bei 100 ng/l (2026) bzw. 20 ng/l (2028). "PFAS-frei" gibt es praktisch nicht mehr.
Was passiert, wenn mein Versorger den Grenzwert überschreitet?
Es gibt Übergangsregelungen. Versorger müssen informieren und Maßnahmen ergreifen.
Werden die Grenzwerte noch strenger?
Möglich. Die EU prüft regelmäßig neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Auch ein TFA-Grenzwert wird diskutiert.
Quellen
- EU-Trinkwasserrichtlinie (EU) 2020/2184
- Umweltbundesamt
- EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)
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Susanne Meisel
Aquion Wasserexpertin & Beraterin
Seit 2019 begleite ich Menschen auf ihrem Weg zu besserem Trinkwasser. Als zertifizierte Aquion Beraterin in Düsseldorf teile ich mein Wissen über Wasserionisierer und die Vorteile von wasserstoffreichem Wasser.
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